EDYTA Zaborowska

EDYTA Zaborowska – Prelude

Es ist Montag, der 16.04.18. Etwas nervös sehe ich auf meine Armbanduhr. 20:28 Uhr! Ich bin ziemlich aufgeregt. Wenn alles gut läuft, wird hier an unserem vereinbarten Treffpunkt in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs eine schwarze Sportlimousine der Marke Audi auftauchen und mich auflesen. Der Wagen – so meine Hoffnung –  wird mich zu dem Ort bringen, wo ich das von mir so begehrte Interview führen werde. Meine Interviewpartnerin: Edyta Zaborowska, die so geheimnisvolle, wie auch befähigte SM-Autorin, deren Romane sich eine treue und stetig wachsende Fangemeinde erfreut.

20:30 Uhr: Ein Audi A 7 fährt vor. Der Fahrer deutet mir durch die Scheibe an, dass ich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen soll. Als ich meinen Platz eingenommen habe und die Tür zuziehe, setzt sich der Wagen in Bewegung. Am Steuer sitzt ein etwa 45 Jahre alter, athletischer Mann, der mich freundlich begrüßt. Kurz überlege ich, ob er die Vorlage für eine männliche Figur wie Henry oder Adam aus ihren Romanen sein könnte. Ich tippe auf „Henry“.  Ein nettes, recht unverfängliches Gespräch beginnt. Ich stelle ihm ein paar Fragen, um erste Informationen zu entlocken. Viel erfahre ich aber nicht. Wenn er von Edyta Zaborowska spricht, sagt er „Herrin“, was mir zeigt, dass er einer ihrer Sklaven sein könnte.

EDYTA Zaborowska - Sklave, bis der Tod uns scheidet

EDYTA Zaborowska – Sklave, bis der Tod uns scheidet

Ein paar Minuten später halten wir vor dem Hyatt Regency Cologne, ein nobles 5-Sterne-Hotel am Rhein. Nachdem ich die Zimmernummer von Fahrer erhalten habe, verabschiedet er mich mit den Worten „Viel Glück!“ Bewaffnet mit einer Reihe Fragen, die Interessierte über meine Webseite „Eliteherrin“ an die Autorin stellen konnten, einem flauen Gefühl im Magen und weichen Beinen klopfe ich an der Tür. Als ich ein „Tritt ein!“ von drinnen höre, ist meine erster Gedanke, auf die Knie zu fallen. Sollte ich nicht besser zu ihr kriechen? Ich verwerfe diesen Gedanken aber gleich wieder. Schließlich hatte ich ein Interview zu führen und keine Session bei einer Domina zu beschreiben. Lässig, eine kurze Reitgerte in der Hand und mit übereinandergeschlagenen Beinen sitzt sie auf einem Sessel des geräumigen Hotelzimmers und gibt mir zu verstehen, dass ich zu ihr kommen kann.

Dass sie einen sehr gut gebauten Körper hat, beweisen die wenigen Fotos von ihr. Doch die Realität übertrifft all meine Erwartungen. Das attraktive Gesicht, die langen schwarzen Haare und die edle, körperbetonte Kleidung (enger Lederrock, Satinbluse, Lederhandschuhe, Stiefel) lassen jede Contenance in mir verschwinden. Bei ihr angekommen kann ich einfach nicht anders. Ich falle auf die Knie und küsse die mir hingehaltene Hand. Ich muss mir eingestehen, dass ich diese Art der Dominanz selten oder vielleicht nie zuvor bei einer Lady so intensiv gespürt habe. Sie ist irgendwie von einer Aura weiblicher Dominanz umgeben zu sein, scheint mir. Eine Weile sieht sie mir in die Augen. Am liebsten würde ich hier zu ihren Füßen bleiben.

Ihre erkundigenden Worte „Wasser; Kaffee, Rotwein?“, sowie ihre Frage danach, ob ich die Interviewfragen dabei habe, verändern unser Verhältnis abrupt. Ich merke, dass sie vom Modus der Herrin nun in den Modus der Autorin, die ein Interview zu führen hat, wechselt. Ich freue mich, als sie meiner Bitte, auf dem Boden vor ihrem Lesersessel sitzen bleiben zu dürfe, nachkommt. Die Atmosphäre entspannt sich zusehends und nach einer Weile werden wir in einem lockeren Smalltalk miteinander warm. EDYTA ist unterhaltsam, beweist Intelligenz und Humor, beherrscht jedoch stets das Gepräch und lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Modus schnell wieder in den der Herrin gewechselt werden kann. Sie bestellt beim Zimmerservice trockenen Chianti und Wasser für uns und studiert eine Weile die insgesamt fünfundreißig Fragen, von denen Sie schließlich ein gutes Dutzend auswählt und beantworten will. Eine Tonaufnahme erlaubt sie nicht. Froh über die Tatsache, dass ich vor vielen Jahren in meiner Lehrzeit Stenografie gelernt habe, kritzele ich ihre Antworten auf einen Block:

EDYTA Zaborowska – Questions and Answers*

Was war der Auslöser, Ihr Gedankengut zu Papier zur bringen?

Man muss verstehen, dass ich nicht aus einem eigenen Antrieb heraus die Welt des des SM und des sexuellen Fetischs zu betreten, sondern ich es eher zögerlich nach jahrelangem Bitten meines damaligen Partner und Lebensgefährten tat.

Ich war zuvor eine sehr konservative und mit katholischem Hintergrund erzogene Frau und tat mich anfangs sehr schwer, dieses Neuland zu betreten. Bis ich mich an z.B. das erste Wäschestück aus Latex wagte, waren fast acht Jahre unserer Partnerschaft vergangen. Der Prozess hat viele Fragen, aber auch Ängste und Gefühle in mir freigesetzt und irgendwie hatte ich das Bedürfnis, all das, was ich erlebte, zu Papier zu bringen, um es besser verarbeiten zu können.

So entstand eigentlich die erste Rohfassung von Teilen des ersten und zweiten Kapitels meines ersten Romans „Flieg mit mir, mein Schwarzer Schwan!“ Gleichzeitig fand ich mich aber persönlich immer besser in dieser mir zuvor zu unbekannten Welt zurecht. Mehr noch, ich begann es zu lieben, den dominanten Part zu übernehmen.

Immer tiefer tauchte ich ein. Längst hatte ich alle damaligen Grenzen überschritte und wollte neue Spielarten erkunden. SM etc. wurde zu einer echten Passion. Gleichzeitig kam mir die Idee, aus der von mir bereits geschriebenen Rohfassung mehr zu machen und eine richtige Geschichte zu schreiben, in der ich das real Erlebte mir Fiktionen vermischte. Damit war die Idee des Romans geboren.

„Flieg mit mir, mein schwarzer Schwan“ ist ein Roman mit autobiografischen Bezügen. Welche Einflüsse haben die folgenden Werke?

Der Folgeroman „Der Tanz des Schwarzen Schwans“ hat ebenfalls noch einige reale Bezüge, jedoch nur noch sehr wenige. Ich merkte, dass wohl mein Sexualleben noch Stoff für Bücher hergab, mein reales Privatleben aber nicht mehr. Schließlich wollte ich ja auch Spannung, Crime, Mystery und eine echte Handlung in die Geschichten bringen, um nicht nur eine Abfolge von Sexszenen zu haben. Gleichzeitig war es aber auch so, dass mir die realen und erdachten Figuren der ersten beiden Romane echt ans Herz gewachsen waren. So behielt ich bei den dann folgenden Romanen einfach den „Pool“ der Figuren (Ewa, Hanna, Henry etc) und führte neue Figuren um sie herum ein.

Ab „Wahrheit hinter der Maske“ ist zumindest hinsichtlich der reinen Rahmenhandlung alles ein echter Roman.

Die weibliche Lust ist oft ein Buch mit sieben Siegeln. Können Sie in den nächsten Werken noch weiter darauf eingehen, was eine Sadistin erregt und durch welche Handlungen ihre Lust gesteigert wird?

In meinem neuesten Roman „Feminisiert“ habe ich Ewa wieder weiter in den Vordergrund rücken lassen und einen Großteil der Handlung aus Ewas Sicht erzählt. Dabei behandele ich auch eingehend ihre Lust, ihre Sehnsüchte, Pläne und natürlich auch das, was ihre Leidenschaft beim SM anfeuert.

In Ihren Büchern geht es ja unter anderem auch um diese sehr speziellen Lebensentwürfe  (24/7, D.E.B.R.I.S, CIS, TPE, FLR). Für wie realistisch (er-)lebbar halten Sie diese Beziehungsfórmen in unserer heutigen Zeit, ist diese Form des Abrichtens und des Halten eines Sklaven im Alltag durchführbar?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Dinge langfristig nicht in vollem Umfang gelebt oder ausgelebt werden können. Gerade, wenn beide Partner auch eine persönliche oder Liebesbeziehung miteinander haben ist es kaum zu 100% durchzusetzen. Die Anforderungen des Alltags, Arbeit, Kinder, Familie etc. verhindern dieses im Kopf vieler Bewerber steckende Konstrukt eines Lebensentwurfes einfach zu sehr. Auch ich habe mich da auf Kompromisse einlassen müssen, was aber nicht heißt, dass ich nicht die dominante Hälfte eines Paares bin, bei jeder Entscheidung das letzte Wort habe und meinen Haussklaven gerne schlage und demütige, wenn mir danach ist. Es würde mir aber z.B. niemals einfallen, diesen vor seinen Freunden oder seiner Familie zu schlagen.

EDYTA Zaborowska - FEMINISERT! - Buchcover

EDYTA Zaborowska – FEMINISERT!

Welches ist Ihr nächster Roman?

Zunächst warte ich einmal ab, wie die Reaktionen zu meinem neuen Roman „Feminisiert“ sind. Dann werde ich mich an die Aufbereitung eines bereits geschriebenen Entwurfs zu einem neuen Manuskript machen. Hierin wird eine neue, junge Lady eingeführt, die den Kreis um Hanna und Co auf Black Swan Manor ordentlich aufmischen wird.

Ist es geplant Ihre Romane zu verfilmen?

Das wird wohl für ewig mein Wunschtraum bleiben …

Ist es wahr, dass sie persönlich auf den Coverfotos ihrer Bücher zu sehen sind?

Ja, das ist richtig! Ausgenommen von „Entdeckung der Dominanz“ stand ich bei allen Coverfotos Modell.

Über welche Skills muss ein Mann verfügen um sich bei Ihnen als Sklave zu bewerben?

Bei schriftlichen Bewerbungen, um einmal an meiner Seite als Sklave auftreten zu dürfen, kann „Mann“ mit einer guten Rechtschreibung und Ausdruck punkten. Real sollte Humor, eine kulturelle Interessen, ein gepflegtes und stilvolles Auftreten, eine gute Kinderstube und ein gewisser Background hinsichtlich Bildung und Beruf vorhanden sein. Bekleidung: Männer wie z.B. Don Dräper aus „Mad Men“ oder Frank Unterwood aus „House of Cards“ halte ich für gut gekleidete Männer, bei denen ich schwach werden kann. Zu weit geschnittene Anzüge turnen mich genau so ab, wie Turnschuhe oder Kapuzenshirts.

Ist es möglich Sie real zu treffen (zum Beispiel bei einer Buchlesung)

Bei einer Buchlesung wird man mich wohl nie finden, ich bin eine miese Vorleserin und lasse lieber die Hände davon.

Real bin ich auf jeden Fall auf Fetischpartys anzutreffen und übrigens auch problemlos ansprechbar! Ich besuche gerne die Partyreihe EUROPERVE in Amsterdam oder auch die kleineren Partys der Reihe GUMMIGELÜSTE in Köln. Die Termine und mein Erscheinen sind dann auch rechtzeitig vorher öffentlich im Partykalender z.B. in der Sklavenzentrale oder auch auf der Seiten der Veranstaltungen auf Facebook zu sehen. Auf ELITEHERRIN.DE werde ich meine Partybesuche ebenfalls ankündigen lassen.

Und wie bereits gesagt, auch über Bewerbungen ist ein reales Treffen möglich, wenn mir ein Bewerber gefällt. Auf diesem Weg muss dieser aber schon Geduld mitbringen, da ich mich erst nach langem Schriftverkehr überzeugen lasse.

Welche Empfindungen entstehen bei einer besonders schmerzhafte Züchtigung bei EDYTA Zaborowska?

Eine tiefe innere Zufriedenheit!

EDYTA Zaborowska - Das Bildnis der Domina

EDYTA Zaborowska – Das Bildnis der Domina

Womit züchtigen Sie lieber – Peitsche oder Rohrstock?

Weder noch! Am liebsten benutze ich dazu die Reitgerte!

Gummi hat auch unangenehme Eigenschaften für die Trägerin. Warum wird dieses Material trotzdem so gerne von Edyta Zaborowska verwendet?

Ich finde, dass die wenigen Beeinträchtigungen (Gefahr des Schwitzens bei Hitze, manchmal Einschränkung der Bewegungsfreiheiten) bei den vielen Vorteilen kaum ins Gewicht fallen.

Was würden Sie in einem Restaurant bestellen, wenn ich Sie einladen dürfte?

Gerne esse ich ein gutes, mediumgebratenes Rindersteak. Ebenfalls kann man mich auch mit guten, ausgefallenen Fischgerichten aus aller Welt überraschen. Dazu liebe ich trockene Weine, weiß oder rot, je nach Art des Essens. Allerdings verlasse ich nie ein Restaurant ohne einen Espresso und einer Zigarette!

Können Sie mir ihre künftigen Pläne verraten?

Ich habe noch Manuskripte, bzw. Ideen für weitere drei Romane um die Ladys von Black Swan Manor. Auf jeden Fall möchte ich auch noch eine Kurzgeschichtensammlung herausbringen, in denen ich nur SM/Fetisch/Erotikszenen aus meinen anderen zuvor erschienenen Romanen veröffentliche. Diese Sammlung soll in erster Linie die Leser ansprechen, für die eine Rahmenhandlung eher zweitrangig ist und die von Seite 1 bis zur letzten Seite „SM-Vollgas“ erleben möchten.

Gerne würde ich aber auch noch eine illustrierte Geschichte oder einen Comic herausbringen. Doch leider haben meine bisherigen Anfragen bei passenden Zeichnern in dieser Beziehung noch zu keinem Erfolg geführt. Aber mal sehen, vielleicht liest ja ein talentierter Zeichner mit entsprechenden Ambitionen das Interview und meldet sich bei mir.

secretary: EDYTA, ich darf mich in aller Form für das angenehme Gespräch bedanken und freue mich darauf Ihre weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen zu dürfen!

EDYTA: (lächelt) „Dann darfst Du dich jetzt „in aller Form“ verabschieden“ (tippt bestimmend mit der Reitgerte auf die rechte Stiefelspitze)

Danke EDYTA!

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Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten Ihrer Romane auf der Website EDYTA-Zaborowska.com


*Veröffentlichung und Bildnutzung autorisiert durch EDTYA Zaborowska für ELITEHERRIN.DE 30.04.2018

1 Comment
  1. Raymond arnold 6 Monaten ago

    Cooles Interview… sehr aufschlussreich u. Ansprechend …

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