Immer wieder freuen wir uns in der video-verwöhnten Zeit über gute Literatur, die wirklich Lesefreude bereitet und das Kopfkino auf Dauerschleife schaltet.

Kennern der SM-Literaturszene ist EDYTA Zabarowska ein Begriff, und so freue ich mich ganz besonders über EDYTAS Aufgabe an mich, in Vorbereitung ihres Domina-Portraits Ihre Bücher zu lesen.

Selten haben mir „Hausaufgaben“ so viel Spaß bereitet – Danke EDYTA Zabarowska, ich freue mich auf weitere Aufgaben von Ihnen

EDYTA erlaubte mir, als erstes „Das Bildnis der Domina“ zu lesen. Um es vorweg zu nehmen, ich habe das Buch verschlungen, es raubt mir immer noch den Schlaf und ich empfand mehr als einmal die Keuschhaltung als quälende Tortur.

Doch nicht ich stehe im Vordergrund, sondern der SM-Roman „Das Bildnis der Domina“ von EDYTA Zabarowska.

Über das Buch:

Schauplatz der Handlung ist wie (im noch zu lesenden Buch „Entdeckung der Dominanz“) der im englischen Cornwell gelegen Landsitz „Black Swan Manor“. Der Handlungsrahmen wird aus zwei Erzählsträngen gebildet – der eine ist im 19. Jahrhundert, der andere in unserer Gegenwart angesiedelt.

Wie so viele Männer träumt der Hochschuldozent Dr. Thomas Abbott von dauerhafter konsequenter Unterwerfung unter die Herrschaft einer dominant-sadistischen Herrin. Er bewirbt sich auf eine Sklavenstelle bei Baroness Hanna, wird nach einem recht ungewöhnlichen Bewerbungsgespräch engagiert und erlebt sehr schnell. was es heißt Lust und Launen der Herrschaft ausgeliefert zu sein. Recht- und mittellos wird er in Ketten in einem Keller gehalten und gequält bis sein Willen endlich gebrochen ist. Er ist der Frau verfallen und geht völlig in seiner Rolle als femininer Sklave der Baroness auf. Der Leser verfolgt seine fortschreitende Transformation und Feminiserung zur verführerischen Michelle – dem Zwitterwesen aus Mann und Frau, welches die Baronnesse und ihre Liebhaberin schon so lange wünschen.

Der zweite Handlungsstrang entführt uns in die ca. 150 Jahre zurück liegende Zeit auf „Black Swan Manor“. Der mittellose Maler Percy Byron findet eine Anstellung als Hofmaler bei dem alternden Landadligen Earl Edwin of Devonshire auf dem Herrensitz Black Swan Manor. Bald schon entwickelt sich zwischen der atemberaubend schönen Gattin des Earl of Devonshire und dem Maler eine sadomasochsitisch geprägte Beziehung, deren sadistische Ausmaße schnell an Fahrt gewinnen.

Zurück in der gegenwärtigen Handlung sehen wir Hanna, wie sie versucht Licht in das Leben und Wirken der rätselhaften Countess Lucy zu bringen. Als Thomas Abbott in der Bibliothek des Hauses alte Tagebuchaufzeichnungen eines gewissen Hofmalers Percy Byron findet und kurz darauf Lucys Portrait entdeckt wird, liegen Vergangenheit und Gegenwart plötzlich ganz nah beieinander … weitaus näher, als Baronesse Hanna lieb sein kann.

EDYTA Zabarowska gelingt es zwei sehr gut durchdachte Handlungsstränge zu verbinden und den Leser mit teilweise angenehm deutlichen Schilderungen sadomasochistischer Praktiken im wahrsten Sinne des Wortes zu fesseln. Sie erzeugt einen Spannungsbogen aus einer spannenden, abwechslungsreichen Story, die neben einer Reihe von sehr heftigen sadomasochistischen Passagen auch intensive zärtlich-erotische Szenen umfasst.

Leseempfehlung: Fünf Sterne!

Leseprobe

Dr. Thomas Abbott hatte das Gefühl für die Zeit längst verloren.

Welcher Tag war heute? War es noch Dezember oder war bereits der Januar angebrochen, überlegte er angestrengt. Hatte er das Weihnachtsfest überhaupt noch zu Hause gefeiert? Wenn ja, mit wem?

Wäre sein Urlaub eigentlich nicht schon längst vorbei? Und hätte er nicht schon vor Tagen wieder an der Uni sein müssen?
Universität … Arbeit …

Der Alltag seines bürgerlichen Lebens schien hier in diesem dunklen Raum genauso weit von ihm entfernt zu sein wie eine warme Mahlzeit.

Die kleine Flamme der Kerze reichte kaum aus, um die schmale Mauernische gegenüber von ihm zu erhellen. Sie war nicht mehr als ein winziger Fixpunkt in dieser undurchdringlichen Düsternis. Er seufzte, denn er wusste im Moment nicht einmal, ob es Tag oder Nacht war.

Mühsam versuchte er sich zur Seite zu drehen. Ein metallenes Gerassel erfüllte den Raum und hallte von der Deckenwölbung zurück. Er neigte den Kopf ein wenig und stieß mit dem Kinn gegen die schwere Eisenkette, die an seinem Halseisen angebracht war und deren anderes Ende sich irgendwo in der Dunkelheit verlor. Der Fußboden unter seinem nackten Hintern war hart, ein Steinfußboden, erkannte er, als er mit den Händen darüber tastete, um den Trinkkelch mit Wasser zu erreichen.

An diesem fremden Ort war es dunkel, trocken, die Luft lauwarm – und er war nackt.

Wenn jedoch jemand Dr. Thomas Abbott gefragt hätte, ob er in dieser Situation unglücklich oder ängstlich wäre, dann hätte er mit einen entschiedenen „Nein“ geantwortet. Hier, in der Geborgenheit seiner Gefangenschaft, fühlte er sich glücklich, denn er war sich sicher, dass die Herrin ihn schon bald besuchen würde.

In einem Zustand des wohligen Versinkens in dieser tiefdunklen Isolation hörte er nach einer endlosen Zeit energische, langsam lauter werdende Schritte. Sein Herz raste vor Aufregung, denn er kannte ihren markanten Gang nur zu gut, wusste exakt, welchen Klang die hohen Absätze der Lederstiefel auf dem steinernen Boden verursachten. Die Stiefel, die ihn schon so oft getreten hatten …

Knirschend drehte sich ein Schlüssel im alten Türschloss. Dann erscholl erneut das Stakkato der Absätze. Offensichtlich näherte sie sich ihm. Kurz darauf war ein Ratschen zu hören. Für eine Sekunde war eine Hälfte ihres Gesichts im Flackerlicht eines sich entzündenden Streichholzes zu erkennen.

Er wusste, was er jetzt zu tun hatte: Das geforderte Verhalten war ihm so oft eintrainiert worden, dass es in einen Automatismus übergegangen war. Er presste das Gesicht auf den Boden und hielt die Augen geschlossen.

Die Herrin würde ihre kostbare Aufmerksamkeit jetzt für ein paar Minuten an ihn verschwenden. Eventuell – wenn er ganz viel Glück hatte – würde er das Objekt ihrer sadistischen Lust werden. Vielleicht würde er ihr mit seinem Schmerz den Hauch eines zufriedenen Lächelns auf die Lippen zaubern dürfen, oder noch besser: Sie würde sich daran ergötzen, ihn zu quälen. Bestenfalls würde sie sich so sehr an ihm erregen, dass sie mehr begehrte! Er malte sich in Gedanken aus, wie sie danach in eines der vielen Gemächer in den oberen Stockwerken eilen würde, um sich einem ihrer Liebessklaven hinzugeben. Hitze stieg bei diesen Fantasien in ihm auf, denn eine solche Stellung hatte er noch lange nicht erreicht. Ganz unten stand er noch in der Gunst der Herrin.

Als sie ihm erlaubte, die Lider zu öffnen, sah er sie deutlich vor sich. Sie hatte um ihn herum brennende Kerzen aufgestellt, die alles in ein diffuses Licht tauchten. Eine Reitgerte in den Händen haltend, saß sie auf dem Stuhl vor ihm.

Schweigend betrachtete sie ihn.

Die Herrin war jetzt ganz nah, aber doch auch unerreichbar; vor allem aber ließ ihre Kleidung keinen Zweifel an ihren Absichten aufkommen: knielanger Lederrock, enge Lederjacke, schwarze Handschuhe, hohe schwarze Stiefel, Nylons …

Sein Herz schlug noch schneller. Er wusste, dass er nur dann einen Ton sagen durfte, wenn sie ihm die Erlaubnis erteilte.

„Komm näher! Versuche, die Herrin zu erreichen!“, lockte sie ihn nach einer Weile unter hochmütigem Grinsen und wies ihn mit dem Zeigefinger an, sich ihr zu nähern.

Mit verzweifeltem, wehmütigem Blick sah er die Herrin an, als er mit aller Kraft versuchte, das Unmögliche zu schaffen. Ihr Lächeln! Es ergötzte sie, zu beobachten, wie er sich vergeblich für sie abmühte, wie er darum rang, auch nur einen Zentimeter näher an ihre Stiefelspitze zu gelangen.

Mit angeregter Neugierde verfolgte sie seine vergeblichen Bemühungen, sich trotz der Ketten nach vorne zu winden.

„Schwächling! Strenge dich für die Herrin an! Und wenn es deine Haut bis aufs Fleisch abschürft. Ich will, dass sich die Fesseln in deine Haut schneiden, bis es blutet! Hast du verstanden, Sklave?“, lachte sie, und nach einer kurzen Weile des Beobachtens fügte sie flüsternd hinzu: „Es amüsiert mich, dass es schmerzhaft für dich ist!“

Darauf schlug sie die Beine übereinander, ließ den Fuß wippen und schüttelte verständnislos den Kopf.

„Die Fesseln sind zu kurz und zu fest, um mich zu erreichen. Aber dennoch windest du dich wie ein dummer, anhänglicher Straßenköter unablässig voran!“

Seine Hand- und Fußgelenke brannten wie Feuer, das Halseisen schien sich immer enger zu ziehen, um ihm auch die letzte Atemluft zu rauben. Nein, nicht aufgeben! Nur noch ein paar Zentimeter, dann hatte er ihren Stiefel erreicht, durfte dann vielleicht einmal am Leder riechen oder die Sohle küssen. Bitte, flehte er innerlich; er musste es schaffen!

„Du willst meinen Stiefel spüren?“, fragte die Herrin und erhob sich gelangweilt aus dem Stuhl. „Ich werde dir meinen Stiefel geben!“, beantwortete sie ihre Frage selbst und trat ihn so heftig in die Seite, dass er das Gleichgewicht verlor und auf den Rücken rollte.

Er stöhne laut, halb aus Schmerz, halb aus aufkommender Lust.

„Das war mein Stiefel, nach dem du so strebtest!“, hörte er ihre jetzt ungewöhnlich sanfte Stimme und spürte darauf einen stechenden Schmerz an der Brust, als sie den Fuß darauf stellte. Gnadenlos bohrte sich die Spitze ihres Absatzes immer tiefer in das Fleisch zwischen seinen Rippen.

„Sieh an, mein Sklave hat ja vor lauter Schmerzen eine steife Rute bekommen! Hmm, gefällt dir das, was ich mache, kleiner Stiefellecker?“, fragte sie spöttisch, wartete sein heftiges Nicken ab und hockte sich neben ihn.

„Frierst du, Sklave?“

„Ja, Herrin, ich friere. Der Boden ist so kühl“, stammelte er.

„Die Herrin hat dir was zum Anziehen mitgebracht, damit dir nicht mehr ganz so kalt ist“, sagte sie in einem liebevollen, mütterlichen Ton und holte einen dunklen Stoffbeutel hervor.
„Na, was meinst du, was ich hier für dich habe?“, weckte sie seine Neugier und zog nach der Frage ein kleines Bündel Wäsche aus dem Beutel hervor.

„Bist du nicht auch der Meinung, dass dieses wundervolle Ensemble aus Damenslip und BH die passende Bekleidung für dich wäre? Was meinst du, wie schön es sich anfühlt, wenn sich Seide, Satin oder Spitze um dein kleines Sklavenschwänzchen und um die Hoden schmiegen?“

Dr. Abbott ächzte, als er sah, wie sie einen unschuldig weißen, mit zarten Spitzen besetzten Seidenschlüpfer auf seinen Unterleib legte und damit zärtlich seine Hoden massierte.
„So zärtlich würde sich Damenwäsche auf deiner Haut anfühlen.“

Ihre Stimme war gefühlvoll, fast schon herzlich.

So weit war die Herrin noch nie gegangen. Tränen schossen ihm in die Augen. Er hätte nun alles für diese Frau getan, wäre für sie sogar gestorben, wenn sie es verlangt hätte.

Sein Glück kannte keine Grenzen. Die Zeit der Entbehrungen, die Dunkelheit, Hunger und Durst – all das hatte sich für diesen winzigen Moment ihrer Zuneigung tausendfach ausgezahlt. Seine Hoden zogen sich unter der Berührung der Seide zusammen. Von dort begann ein Kribbeln, das mehr und mehr seinen Unterleib erfasste und eine Gänsehaut über seinen ganzen Körper schickte.
„Ooooh, verehrte Herrin … bitte … oh … das … “, waren die unüberlegt gejapsten Worte, die eine Übertretung der ihm als Sklave auferlegten Grenzen bedeuteten und deren Konsequenzen er schon den Augenblick danach zu ahnen begann.

„Wusste ich es doch! Ihr Männer seid so durchschaubar! Ihr kennt nur eine Sprache, und das ist die des Schmerzes!“, rief die Herrin, als sie ihre Hand von ihm wegzog und daraufhin ein leises Klicken zu hören war. Nun erkannte er etwas in ihrer Hand, das ihn im ersten Moment an einen Elektrorasierer erinnerte. Plötzlich baute sich ein kleiner, bläulicher Lichtbogen darauf auf.
„Erwecke nie den Schwarzen Schwan in mir!“, zischte sie und drückte den Elektroschocker gegen seinem Unterleib.

Dem Lichtblitz folgte ein kurzer, extremer Schock. Sein Körper krümmte sich wie ein gespannter Bogen. Für eine Sekunde schien er wie gelähmt, und dann begann er spastisch zu zucken und es setzte eine unkontrollierte Atmung ein.

Das Letzte, was er – noch halb paralysiert – sah, war ihr wundervoller Hintern, um den sich der enge Lederrock spannte. Dann löschte sie die Kerzen und schloss die Tür hinter sich ab.
Als sich die Dunkelheit wieder um ihn legte, war es, als würde er in einem Berg von tiefschwarzer Watte versinken. Langsam verhallte das Stakkato ihrer Absätze auf dem Flur:
Tack, tack, tack, tack ….

***

„Tack, tack, tack, tack …“, prasselte der Regen immer stärker auf das Dachfenster des Schlafzimmers von Dr. Thomas Abbott, als dieser aus seinem nächtlichen Traum erwachte.

Er riss die Augen auf und blickte in die Dunkelheit. Die roten Leuchtdioden des Radioweckers zeigten drei Uhr morgens an. Schlaftrunken tastete er nach dem Schalter der Nachttischlampe.

„Es war nur ein Traum!“, wisperte er und spürte sein steifes Glied, das sich am weichen Stoff des Slips rieb. Es war so hart, dass es schon schmerzte und ihn an die Erektionen seiner Pubertät erinnerte. Er schaltete die Nachttischlampe an und schob die Bettdecke von sich weg, strich mit dem Zeigefinger über die Spitzendessous, die er trug und unter denen sich seine Hoden und der steife Penis abzeichneten.

Dem Drang zu onanieren widerstand er nur schwer, holte stattdessen seinen Laptop ans Bett und schaltete ihn ein. Langsam fuhr das System hoch, bis schließlich das Hintergrundbild zu sehen war: eine weibliche Comicfigur in einem erotischen, schwarzen Einteiler. „The Black Widow“, war in schnörkeliger Schrift darunter zu lesen.

Er öffnete eine Suchmaschine und tippte zwei Wörter in das Suchfeld ein: Schwarzer Schwan.

Neben einer Reihe von Seiten aus der Tierwelt fand er Webseiten zu dem gleichnamigen Hollywoodfilm mit Nathalie Portman und auch Informationen zu einem erotischen Roman mit dem Titel Flieg mit mir, mein Schwarzer Schwan! Er wollte gerade den Link dorthin anklicken, als ihm ein anderes Suchergebnis auffiel.

„… Erwecke niemals den Schwarzen Schwan in mir! … Dungeon of the German Baronesse Hanna … Kerker der besonderen Art auf Black Swan Manor … eingebettet in malerische Landschaft … Cornwall … erotisch, exotisch, exklusiv … Lack, Leder, Latex, Seide … ausschließlich handschriftliche Bewerbungen für belastbare Sklaven sind unter …“

Was er nach dem Anklicken dieser Webseite las, verschlug ihm förmlich die Sprache und raubte ihm für die restliche Nacht den Schlaf.

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