Novem Viginti - Jail House

7. Fetish-Night im Port of Senses, Karlsruhe, 25,03.2017

„Das Leben wird nicht an der Anzahl unserer Atemzüge gemessen, sondern an den Momenten, die uns den Atem rauben. – George Carlin“

Schon lange stand das Novem Viginti auf der Liste „Locations I have to visit before I die“. Die Bilder die ich auf der Website sehen konnte sahen vielversprechend aus, ich liebe Lichtdesign, Glas und Stahl. Gelegentlich wird das Novem Viginti zum Port of Senses. Nämlich immer dann, wenn MaXime die Räume für die Fetish- und BDSM-Welt öffnet um ungezwungen das Leben zu feiern.

An der 7. Fetish-Night durfte ich als Gast teilnehmen und – das sei vorweggenommen – es war eine der schönsten Partys die ich bisher erlebt habe. Ich hatte vor dem Abend einige Mails mit Empress MaXime von Luven ausgetauscht, finde sie unwahrscheinlich sympathisch und bin mehr als neuGierig. Doch der Reihe nach – Die Details:

Die Location:

Vor einiger Zeit sah ich im Kino einen Fantasy-Film, ich glaube er hieß „Die Chroniken von Narnia“ und war nicht nur wegen Tilda Swinton so sehenswert. Zwei Menschen gehen durch eine Tür und stehen plötzlich in einer anderen Welt.

So geht es mir. Ich stehe in einem Karlsruher Industriegebiet vor einer angenehm unscheinbaren Halle, diskrete Parkplätze, keine auffälligen Leuchtschriften… Dann gehe ich durch die Tür und fühle mich wie auf meiner ersten Fetish-Party in den Hamburger Docks! Bässe lassen meinen Bauch virbrieren, Licht, Menschen und Sound erzeugen eine Kulisse, die mich einfach wie ein kleines Kind staunen lässt. Ich habe Gänsehaut und bin ersteinmal sprachlos!

Ich werde sehr freundlich von Empress MaXime von Luven empfangen. Als Hausherrin und Veranstalterin begrüsst sie jeden Gast persönlich, ich rechne nicht damit, dass wir heute abend Zeit für ein Gespräch haben werden. Jeder, der selbst Partys veranstaltet kennt das Dilemma: es ist einfach zu viel zu tun an solch einem Abend, es bleibt kaum Zeit für Smalltalk, geschweige denn eine ausgedehnte Plauderei, man kann nie allen Gästen gerecht werden. Gerne komme ich der freundlichen Aufforderung nach und schaue mir zunächst in aller Ruhe die Räume an. Und da ist dann dieser Moment: Du öffnest eine Tür und bist in einer anderen Welt. Du öffnest eine andere Tür und bist wieder in einer ganz anderen Welt. Es ist ein Wahnsinn, Worte können das Gefühl nicht wiedergeben, man muss es erleben!

Novem Viginti - Das SM & Dominastudio der Extraklasse in Karlsruhe

Das Ambiente ist unbeschreiblich und lässt sich vermutlich auch mit sehr guten Fotos nur unzureichend wiedergeben. Es ist eine Welt über drei Etagen, der Zuschauer kann teilweise durch alle Ebenen hindurchschauen, eine Empore lässt von oben auf den großen Spielbereich (heute untere anderem zum Tanzen genutzt) schauen. Nach einem ausgedehnten Rundgang treffe ich auf MaXime, sie fragt ob ich schon den Zellentrakt gesehen habe. Nein! Ich habe immer noch nicht alles gesehen! Wir starten zu einer Führung durchs Haus. Sie zeigt mir so viele Details, so viele unscheinbare Gemeinheiten, die so unauffällig sind, dass ich sie nicht entdeckt hätte.

In meinem Kopf läuft das Kopfkino auf Hochtouren, begleitet von Wolfsheim – „Künstliche Welten“:

Ich komm‘ zu dir
Halt deine Hand
Wir gehen gemeinsam durch dies wunderbare Land
Das ich für dich erfand
Mit mathematischen Verstand.

In ein großes All
Ganz für dich allein
Hier kannst du endlich mal du selber sein
Im Neon – Sonnenschein
Fang ich dir deine Wünsche ein.

Ich bin einfach nur sprachlos.

Trotz Ihrer Verpflichtungen findet MaXime Zeit für ein Gespräch, es ist faszinierend und interessant was sie erzählt, Ihre Sichten auf das Leben, auf das Er-Leben des SM und das Wechselspiel zwischen SM und Sexualität. Die Augen der wunderschönen Frau strahlen wenn Sie erzählt und ich bin glücklich sie für ein ausgedehntes Interview und Domina-Portrait nochmals besuchen zu dürfen. Für den Moment genieße ich es einfach einer erfahrenen Domina zuzuhören. MaXime ist atemberaubend (nicht nur beim Schnüren des Halskorsetts) Thanks a lot my Empress – ich habe es voller Stolz für Sie (er|ge)tragen.

Die Gäste:

Sehr angenehme und augeschlossene Menschen, die sich sehr viel Mühe mit den Outfits gegegeben haben. Man kommt schnell ins Gespräch (auch als Norddeutscher) und fühlt sich wohl im Kreise Gleichgesinnter. Und das an einem Abend, an dem in Hamburg die ExtravaganXa läuft… Hammer!

Interessant ist wie viele Gespräche in der Garderobe (80 abschließbare Spinde!) ergeben. Einfach tolle Menschen.

Speisen und Getränke:

sind im sehr moderaten Eintrittspreis enthalten, reichliches und sehr gutes Büfett über die gesamte Partyzeit, angenehme Getränkeauswahl (auch wenn ich standesgemäß stilles Wasser trinke)

Musik:

Absolut passend! Sowohl Lautstärke, Sound und Auswahl. Viel Project Pitchfork, Wolfsheim, Blutengel, Depeche Mode … Hörenswerte Playlist!

Fazit: es wird nicht lange dauern bis ich wieder den Weg in die Hansastraße finde. Und wer nun auch neuGierig geworden ist: die Events findet ihr selbstverständlich hier im Veranstaltungskalender des Novem Viginti!

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